Sonnensucher

Endlich warme Frühlingstage. In der Sonne sitzen … aaahhh …
Danach habe ich mich sehr gesehnt und sobald sich wieder eine Wolke vor die Sonne schiebt, fällt mein Gute-Laune-Barometer drastisch. Aber: Natürlich gehört auch der Schatten dazu, auch die trüben und schwierigen Stunden und Tage. Was so logisch klingt und doch so schwer einzusehen ist, reift allmählich als Lebens-Erkenntnis in mir und immer besser gelingt es mir, auch die weniger schönen und leichten Dinge anzunehmen. Ja, sie gehören auch zu meinem Leben, die Zweifel, Ängste, Traurigkeiten, die Wut und der Neid und was da noch so alles an "negativen" Dingen in meinem Universum herum schwirrt. Annehmen heißt das Zauberwort. Das ist sehr befreiend, habe ich festgestellt.

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Kreise

 

Das Jahresrad dreht sich, unaufhörlich, ohne Anfang, ohne Ende. Aus unserer menschlichen Perspektive hat es so etwas wie Speichen, die uns helfen, uns zu orientieren – das sind die Jahreskreisfeste. Einige hängen mit dem Stand der Sonne zusammen – die Sonnwenden und Tag-und-Nacht-Gleichen, andere richten sich eher nach dem Mond, so wie das Lichtmess-Fest, das Anfang Februar gefeiert wird. Jedes dieser Feste hat einen Bezug zum Geschehen in der Natur. Jetzt ist es gerade das wieder zunehmende Licht, das uns erfreut. Noch ist die Natur scheinbar in winterlicher Starre, doch die Zwiebeln und Knollen der Frühblüher wachsen schon geduldig der Sonne entgegen und auch in den Knospen der Bäume regt es sich schon. Alles ist in gespannter Erwartung und sammelt Kräfte für den kommenden Frühling. Auch mir geht es so. Der Winter ist schön – dieses Jahr besonders, aber ganz tief drinnen freut sich schon etwas auf die wärmeren Tage.

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Flow

Der Bach mal wieder. Heute hat er mir mal kurz gezeigt, wie es ist, im Fluss zu sein. Er kann nämlich nicht anders. Nicht so wie wir – erstmal nachdenken, grübeln, studieren, bevor wir mal in Gang kommen und loslegen. Er fließt einfach, egal wie und ohne zu wissen wohin.

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Glückskreis

Kreativ sein macht mich glücklich. Weil es mich glücklich macht, tue ich es oft. Weil ich es oft tue, kann ich es ganz gut. Weil ich es gut kann, kann ich es anderen beibringen. Weil ich es anderen beibringe, ist mein Lebensunterhalt zu einem Teil abgesichert. Weil das so ist, kann ich in Ruhe kreativ sein. Weil ich in Ruhe kreativ sein kann bin ich glücklich. usw. usw.

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Kleinster gemeinsamer Nenner oder: Ich bin wie Du, nur anders

 

Alles ist eine Frage der Sichtweise. Ob man eher Gemeinsamkeiten oder Unterschiede wahrnimmt, ist Ansichtssache. Wir sind alle Menschen mit entsprechenden Merkmalen, die uns vom Tier- und Pflanzenreich oder gar vom Reich der Mineralien abgrenzen. Aber es ist durchaus möglich, auch mit diesen Wesen Verbindendes zu finden – der Aufbau aus Atomen, oder noch etwas höher gegriffen, die gemeinsame Zugehörigkeit zu einer göttlichen Schöpfung. Ganz nach Belieben lässt sich der Ausschnitt größer oder kleiner wählen. Allein die Sichtweise ist es, die eine Wahrheit erschafft – Deine Wahrheit.

 

Aber bleiben wir zunächst bei der menschlichen Spezies.

 

Kennt Ihr das auch: manche Menschen machen einen einfach aggressiv, rufen negative Gefühle hervor, wie Abneigung, Wut, Ekel. Wir fühlen uns definitiv getrennt von ihnen – und doch sind wir eigentlich alle eins. Wir sind alle ein Teil des großen Ganzen, ein Teil von Gott. Aber wie kann ich das annehmen bei dem Kollegen, der mich anschnauzt, bei dem Autofahrer, der noch an mir und meinem Kind vorbei rast, während die Fußgängerampel schon grün ist, bei dem grölenden, betrunkenen Penner in der Straßenbahn, bei der jungen Mutter, die mit Kippe im Mund in primitivster Art ihre Kinder anschreit … Ich habe mal versucht, einen gemeinsamen Nenner mit diesen Menschen zu finden - und siehe da, es geht. Ich gehe der gleichen Arbeit nach wie der Kollege, ich habe es manchmal genauso eilig, wie der Autofahrer, ich atme die gleiche Luft wie der Penner und habe Kinder zur Welt gebracht, wie die fremde Frau an der Haltestelle. Irgendeine Gemeinsamkeit gibt es immer, eine ganz irdische, die leichter zu begreifen ist, als unser gemeinsamer göttlicher Ursprung. Und siehe da, bei aller Verschiedenheit ist doch plötzlich auch eine winzig kleine Verbundenheit spürbar und der Andere ist nicht mehr ganz so fremd. Man muss ja deshalb nicht alles gut finden, was er oder sie tut und auch die negativen Gefühle haben ihre Berechtigung, aber gleichzeitig entstehen durch diese Übung Mitgefühl, Verständnis und Toleranz und damit ein Fünkchen Liebe.

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Malen und Heilen oder: Meditation mit dem Pinsel

Malen kann wie Meditation sein – es beruhigt den Geist und kann zu erstaunlichen Erkenntnissen führen. Es ist für mich immer wieder faszinierend, was da geschieht, wenn man das Denken beiseite lässt und der Inspiration, den inneren Impulsen folgt. Es ist jedes Mal wie ein Wunder, obwohl ich es nun schon seit Jahren selbst tue und auch andere dazu anleite.

Wenn aus einer spielerischen, offenen, empfänglichen Haltung heraus Farben und Formen auf dem Papier erscheinen, über die man vielleicht verwundert ist, die sich aber genau richtig anfühlen, wenn man plötzlich etwas versteht, Antworten bekommt auf Fragen, die man vielleicht gar nicht gestellt hat, dann wird klar, dass alles Wissen in uns selbst vorhanden ist, bzw. dass es für uns abrufbar ist. Und dann ist der Schritt zum Heilen gar nicht mehr groß, denn auch das ist in uns selbst angelegt. Kein Arzt oder Therapeut kann uns heilen, er kann uns bestenfalls Impulse zur Selbstheilung geben. Letztlich ist es unsere innere Einstellung, die uns gesund oder krank werden lässt. Krankheiten oder Unwohlsein weisen uns darauf hin, dass wir vom Kurs abgekommen sind, dass wir etwas verändern, die Richtung wechseln sollten. Der Weg über das Malen ist einer von vielen möglichen, um die Richtung wieder zu finden. Für mich ist er stimmig und leicht zugänglich. Inzwischen bewege ich mich dabei so sicher, dass ich andere ein wenig führen kann – aber gehen muss jeder selbst, seinen ureigenen Pfad des Lebens und Wissens.

Es gäbe noch soviel zu sagen über dieses Thema, dass ich wohl ein Buch darüber schreiben muss ... Aber noch besser, als darüber zu lesen, ist es, mit Papier und Farben ganz praktisch an die Arbeit zu gehen und es auszuprobieren. Na los …

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Eine andere Perspektive

Vor kurzem habe ich etwas gelernt, das ich so faszinierend finde, dass ich es teilen möchte. Es klingt ganz einfach – ist es auch.

Wenn Fragen, Sorgen oder Probleme auftauchen, stürzt sich unser Verstand darauf und zerlegt alles in Einzelteile, versucht krampfhaft, eine Antwort oder Lösung zu finden und schafft oft nur noch mehr Chaos und Verwirrung. Das liegt daran, dass er ja nur aus seinem bisherigen Erfahrungsschatz schöpfen kann und so einfallsreich er auch alle Teile kombiniert – etwas wirklich Neues kommt dabei nicht heraus. Dagegen hilft es, die Perspektive grundlegend zu verändern. Stell Dir vor, Du verlässt Deinen nachdenkenden Körper und siehst Dich und Dein Problem, Deine Frage von außen, beobachtest Dich sozusagen selbst beim Nachdenken. Wenn Du weit genug heraus gehst, erreichst Du den Raum aller Möglichkeiten. Du schaust von ganz weit oben auf Dich hinab und lässt Dich inspirieren von einem grenzenlosen "Alles-ist-möglich". Du musst nicht einmal wählen – die passende Möglichkeit kommt zu Dir, wenn Du leer und offen bist und nicht mehr als ICH das Problem wälzt, sondern als Teil des großen Ganzen die bestmögliche Variante geschehen lässt. Manchmal heißt das auch, nichts zu tun, sondern auf den richtigen Augenblick zu warten. Ist dieser aber da, weißt Du mit absoluter Klarheit, was richtig ist. Dann musst Du nur noch vertrauen und Deiner Intuition auch folgen, selbst wenn Dein Verstand es nicht begreifen kann und sich dagegen wehrt. Aber Du weißt ja, dass dieser eben nur seine begrenzte Perspektive hat. Sei mutig und vertraue den Impulsen des Universums - das bringt Dich wirklich weiter.

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Funkstille

Wenn ich lange nichts veröffentliche, dann kann es sein, dass gerade nichts Bemerkenswertes los ist. Oder es ist zuviel zu tun. Oder ich bin in einer andere Welt unterwegs - meiner inneren z.B. Zur Zeit treffen abwechselnd alle drei Gründe zu, warum ich nichts schreibe, obwohl vieles in Bewegung ist. Ich habe oft das Bedürfnis nach Stille und Rückzug, fühle mich gleichzeitig geführt und angebunden an mein höheres Selbst und das ganze Universum und manage nebenbei mein Leben. Ich bin gerade im Flow - es fließt, manchmal gemächlich, manchmal sprudelnd, sich überschlagend. Ich lasse mich treiben, von einem Impuls zum nächsten und habe das Gefühl, die Richtung stimmt, auch wenn ich nicht weiß, wohin die Reise geht.

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Wege

Erkenntnis heute früh im Wald: Ungeduld ist ein schlechter Berater. Manchmal nehmen wir beschwerliche und gefährliche Wege, obwohl es gleich hinter der nächsten Biegung leicht und angenehm gehen könnte.

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Wald

Meine Seele hat mir vor kurzem verordnet, jeden Tag wenigstens einmal in den Wald zu gehen, barfuß, um mich zu erden. Und das tue ich nun auch. Jedes Mal komme ich mit einem Lächeln nach Hause (und mit diversen Kräutern, Pilzen und Beeren). Für all das bin ich sehr dankbar. Auch dafür, dass ich mir die Zeit nehmen kann, dem Ruf meiner Seele zu folgen. Ich bin glücklich darüber, dass ich ganz in der Nähe den Zschoner Grund habe – also nicht nur ein Stückchen Wald, sondern auch noch einen wunderbaren Bach dazu. Luxus pur. Barfuß über Moos und Laub gehen, dann eine kleine Kneipp-Kur, vielleicht noch ein paar Yogaübungen ...

Die Bäume sind meine Schwestern und Brüder, sie lehren mich und geben mir Kraft. 

Heute zum Beispiel umarmte ich eine große Eiche. ich sah den langen geraden Stamm hinauf, oben ragte ein starker Ast fast waagerecht sehr weit nach außen, etwa so weit, wie der Stamm bis dahin hoch war, wirklich außergewöhnlich. Rundherum noch viele "normale" Äste. Aber dieser eine lange Ast sah aus, als müsste der Baum von seinem Gewicht zur Seite kippen. "Gut verwurzelt sein und in deiner Mitte ruhen", sagte der Baum, "dann kannst Du Dir auch solche Eskapaden leisten."

Leicht gesagt.

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Vertrauen

Was für ein großes Thema. Es begleitet mich schon seit langer Zeit. Heute mal wieder so ein Gedanke: Es ist leicht, auf etwas zu vertrauen, wenn schon ein bisschen davon da ist. Z.B. Geld - wenn man einigermaßen damit versorgt ist, was man braucht, vertraut man, dass es so bleibt oder gar noch besser wird. Oder Anerkennung - wenn man nicht ganz und gar abgelehnt wird, kann man darauf hoffen, das das was man tut auch weiterhin Zustimmung findet oder sogar demnächst noch mehr. (Letzten Endes ist beides das Gleiche - ein Form von Energie nämlich) Kritisch wird es, wenn da gähnende Leere ist, kein Knopf in der Tasche - wirklich keiner! - oder niemand, der einem zeigt, dass er gut findet, was man macht. Und an diesem Punkt fängt Vertrauen eigentlich überhaupt erst an. Es ist schwer und gelingt eher selten, in dem Moment Vertrauen zu haben, wo es keinen, wirklich keinen Anlass dazu gibt, am Nullpunkt sozusagen. Aber wenn man die Kurve kriegt und ohne Grund vertraut, dann hat man gewonnen - dann eröffnet sich das ganze Universum der Möglichkeiten und die besten davon werden Wirklichkeit.

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Welches Lied singst Du?

Wenn das Leben gerade schwierig ist, die Gedanken um einen Verlust, eine Sorge oder ein ärgerliches Ereignis kreisen, vergessen wir manchmal, wie das Lied unserer Seele eigentlich klingt. Wir erzählen Freunden, manchmal auch Fremden, von unserer Not, überlegen, wie wir aus der misslichen Lage heraus kommen - alle Energie wird von den Schwierigkeiten aufgesogen und es bleibt keine Kraft übrig, sich auf das auszurichten, was wir eigentlich wollen. Aber genau das ist not-wendig. Nur wenn wir in die Richtung schauen, in die wir gehen wollen, finden wir auch den Weg.

„Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie dir vorspielt, wenn du sie vergessen hast.“ hat Albert Einstein gesagt. Ja, das ist es - die Melodie des Herzens hören und ein Lied singen, das von dem erzählt, was wir wirklich sind, von dem, was wir lieben, von unseren Visionen und dem Leben, das wir uns wünschen. Sei still, lausche in Dich hinein, bis Du sie wieder hören kannst, Deine Herzensmelodie - und dann singe sie so oft wie möglich. Wenn Du dieses Lied singst, kannst Du nicht gleichzeitig über Deine Sorgen reden und sie bekommen nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie am Leben hält. Also - welches Lied singst Du?

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Rückzug

Immer wenn es schwierig wird, ist meine erste Strategie: Rückzug. Erstmal schauen, was los ist, überlegen, viel allein sein, die Stille suchen. Andere probieren aus, tun etwas, fragen jemanden, bitten gar um Hilfe. Ich verkrieche mich erstmal und warte, ob es vielleicht besser wird. Ich weiß, das nützt nicht viel, aber so bin ich eben. Es dauert, bis ich losgehe. Manches Problem hat sich dann wirklich inzwischen gelöst. Oder es ergeben sich Dinge, weil ich jemandem erzählt habe, worauf ich warte, Gelegenheiten, die ich nicht gefunden hätte, wenn ich gleich losgerannt wäre. Es hat eben immer alles zwei Seiten - mindestens. Der gute alte Ratschlag "Abwarten und Tee trinken!" hat manchmal durchaus seine Berechtigung. Und Rückzug von der Außenwelt kann auch bedeuten, dass im Inneren ungeahnte Schätze gehoben werden. Solange der Weg immer wieder nach außen zurück führt, besteht wohl kein Grund zur Besorgnis.

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Imago … Imagine …

Stell Dir vor, Du bist eine Zelle im Körper einer dicken Raupe. Du fühlst Dich irgendwie anders, nicht dazu gehörend, Du hast Visionen – von bunten Farben, von duftenden Blüten, vom Fliegen … und Du weißt, es gibt noch andere, die auch solche irren Träume haben. Du spürst es, sie sind da, irgendwo.

Solche Zellen gibt es tatsächlich. Sie werden Imago-Zellen genannt und sie wissen, dass aus der Raupe ein Schmetterling wird, sie kennen den Bauplan und setzen ihn um. Dabei werden sie von den "normalen" Zellen der Raupe bekämpft, aber sie kommen immer wieder und werden immer mehr. Und dann beginnen sie plötzlich, sich zusammen zu finden, sich zu vernetzen und eine neue Struktur zu bilden, denn sie schwingen in der gleichen Frequenz, während die alten Raupen-Zellen allmählich absterben.

Ist das nicht faszinierend? Stell Dir vor, wir finden uns, bilden Gruppen und bauen gemeinsam an etwas ganz Neuem. Wir arbeiten daran, dass unser Traum, unsere Vision, unser inneres Wissen lebendig wird und eines Tages schlüpfen wir alle zusammen aus dem engen Kokon und fliegen ...

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Am Bach

Habe heute zwei Stunden mit meiner Traurigkeit zusammen am Bach gesessen und das Fließen beobachtet. Zuerst dachte ich an Reinigen und Loslassen und schaute dem Wasser hinterher. Aber dann fiel mir auf, wie schön die andere Perspektive ist - es kommt immer wieder was nach, es geht immer weiter. Und das, obwohl allerhand Steine im Weg liegen und manchmal gar auf der ganzen Breite ein Baumstamm oder eine Barriere aus Astgewirr, Blättern und  allerlei Schlamm. Aber dahinter kommt klares Wasser an, manchmal oben drüber, manchmal unten durch … Aha, sagte etwas in mir – wovor fürchtest Du Dich also? Ja, es gibt Zeiten, da sind Hindernisse zu umschiffen. da sieht man nicht, wo und wie es weiter geht. Aber von oben gesehen ist das alles ganz harmonisch – glatte Strecken lösen unruhige ab und es ist immer das gleiche Wasser. Es ist immer das Leben, schwierig oder leicht. Jetzt ist es eben gerade so, wie es ist. Man kann auch mit einer Traurigkeit eine Weile leben. Das ist nicht schlechter, als wenn es unbeschwert und leicht ist – nur anders eben. Leben.

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Selbst gemacht – Vom Reiz des Unperfekten

Es gibt so viel Glattes, Perfektes, Austauschbares um uns herum. Da ist es eine Erholung für's Auge, wenn etwas ganz offensichtlich selbst gemacht und vielleicht nicht so makellos und geradlinig ist, sondern kleine liebenswerte Unebenheiten oder Fehler hat. Wie in der Natur eben. Die Äste eines Baumes sind auch nicht alle gleich und gerade das Krumme finden wir schön – oder gibt es jemanden, der eine Reihe Telegrafenmasten einer Allee vorziehen würde?

Heute sind wieder zwei sehr schöne Lampenschirme in meinem Atelier entstanden. Und die Freude daran ist sogar doppelt – einmal beim Anfertigen (was ein paar Stunden irgendwie fast meditative Tätigkeit bedeutet) und dann beim Anschalten des Lichts, oder auch sonst so. Ein so natürlich wirkender Gegenstand verzaubert den Raum und macht einfach Freude.

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Alles schon da?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass es alles schon gibt und das macht mir zu schaffen. Insbesondere, wenn ich mal wieder im Netz gestöbert habe, denke ich: was hast Du dem denn noch hinzu zu fügen?

Naja. Eigentlich ist es doch egal, ob es das was ich tue schon gibt. Wenn ich es mit Freude tue, hat es schon deshalb einen Sinn. Und es ist einmalig, weil ich es tue, auch wenn tausend Leute das Gleiche tun. Ich bin mal wieder in die Falle des Vergleichens gegangen. Es gibt immer einen, der einen Teil von dem was ich mache besser macht. Ja, genau, einen TEIL. Aber die Summe aller Teile meines Schaffens macht genau mich aus. Und ja, auch Unperfektes gehört dazu – vielleicht ist gerade das für einen anderen perfekt.

Also gehe ich mal wieder in den Tag und mache meine kleinen Schritte auf meinem Weg, so freudvoll wie möglich, nehme die Anregungen aus der weiten Welt an und füge meinen Teil hinzu. Auf geht's.

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Im Augenblick sein

Es gibt Tage (und manchmal auch Nächte), da wandern die Gedanken sorgenvoll in die Zukunft oder traurig in die Vergangenheit. Das ist eben so. Aber es hindert mich daran, den gegenwärtigen Augenblick wahrzunehmen. Wenn es mir gelingt, ins Hier und Jetzt zurück zu finden, ist oft alles gut. Die Sorgen haben Zeit bis morgen oder übermorgen und die Vergangenheit ist eh vorbei. Aber JETZT sitze ich einfach nur gemütlich auf dem Sofa, habe es warm und kann mir etwas zu essen machen. Wo ist also das Problem?

Naja, das ist leicht gesagt und oft genug schwer getan – im Augenblick sein. Bewusstes Atmen hilft. Und beim Malen oder bei der Gartenarbeit passiert es fast automatisch. Gut zu wissen, dass es solche „Anker“ gibt, die das Gedankenkarussell zum Halten bringen.

 

Übrigens ist dieses Thema auch Bestandteil eines Workshops im Mai: Ein Tag für mich – Malend im Augenblick sein – Ich bin so wie ich bin – eine kreative Entdeckungsreise zu mir selbst –

 

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