Selbst gemacht – Vom Reiz des Unperfekten

Es gibt so viel Glattes, Perfektes, Austauschbares um uns herum. Da ist es eine Erholung für's Auge, wenn etwas ganz offensichtlich selbst gemacht und vielleicht nicht so makellos und geradlinig ist, sondern kleine liebenswerte Unebenheiten oder Fehler hat. Wie in der Natur eben. Die Äste eines Baumes sind auch nicht alle gleich und gerade das Krumme finden wir schön – oder gibt es jemanden, der eine Reihe Telegrafenmasten einer Allee vorziehen würde?

Heute sind wieder zwei sehr schöne Lampenschirme in meinem Atelier entstanden. Und die Freude daran ist sogar doppelt – einmal beim Anfertigen (was ein paar Stunden irgendwie fast meditative Tätigkeit bedeutet) und dann beim Anschalten des Lichts, oder auch sonst so. Ein so natürlich wirkender Gegenstand verzaubert den Raum und macht einfach Freude.

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